Die staatliche Fischerprüfung in Bayern umfasst Fragen aus fünf unterschiedlichen Fachgebieten. Grundlage ist ein umfangreicher offizieller Fragenkatalog, aus dem für jeden Prüfungsteilnehmer eine individuelle Prüfung zusammengestellt wird.
Hier erfährst du, wie der Fragenkatalog aufgebaut ist, wie viele Fragen in der Prüfung gestellt werden, welche Themen vorkommen und wie du dich sinnvoll auf die Prüfungsfragen vorbereitest.
Offiziellen Prüfungsaufbau kennenlernen
Die Prüfungsfragen auf einen Blick
Die Prüfung wird am Computer durchgeführt. Welche konkreten Fragen du erhältst, wird erst für deinen jeweiligen Prüfungsdurchlauf aus dem verbindlichen Gesamtfragenpool ermittelt.
Woher stammen die Prüfungsfragen?
Die Fragen stammen aus dem verbindlichen Fragenpool des Instituts für Fischerei der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, kurz LfL.
Der Fragenkatalog orientiert sich an den Inhalten des vorgeschriebenen Vorbereitungskurses und deckt alle theoretischen Prüfungsgebiete ab. Ändern sich rechtliche oder fachliche Grundlagen, können einzelne Fragen durch die Prüfungsbehörde angepasst werden.
Deshalb solltest du bei deiner Vorbereitung darauf achten, mit einem aktuellen Fragenbestand zu lernen.
Offizielle Informationen zu den Prüfungsfragen der LfL
Wie viele Prüfungsfragen gibt es in Bayern?
Der vollständige Fragenpool besteht nach Angaben der Prüfungsbehörde aus rund 1.000 Textfragen und ungefähr 50 Bildfragen.
Die genaue Anzahl kann sich ändern, wenn Fragen überarbeitet, ergänzt oder aufgrund neuer rechtlicher Regelungen angepasst werden. Aus diesem Grund ist eine gerundete Angabe langfristig verlässlicher als eine fest eingetragene Gesamtzahl, die nach einer Aktualisierung möglicherweise nicht mehr stimmt.
In der eigentlichen Fischerprüfung werden nicht alle Fragen gestellt. Du erhältst insgesamt 60 zufällig ausgewählte Fragen.
Welche Fachgebiete werden geprüft?
Die 60 Prüfungsfragen verteilen sich gleichmäßig auf fünf Fachgebiete:
| Fachgebiet | Fragen in der Prüfung |
|---|---|
| Fischkunde | 12 |
| Gewässerkunde | 12 |
| Schutz und Pflege der Fischgewässer, Fischhege | 12 |
| Fanggeräte, fischereiliche Praxis und Behandlung gefangener Fische | 12 |
| Rechtsvorschriften | 12 |
| Gesamt | 60 |
Du kannst ein schwaches Fachgebiet nicht vollständig durch besonders gute Ergebnisse in einem anderen Bereich ausgleichen. Deshalb solltest du bei der Vorbereitung alle fünf Fachgebiete berücksichtigen.
Die praktischen Ausbildungsbereiche sind ebenfalls Bestandteil des vorgeschriebenen Vorbereitungskurses. In der staatlichen Prüfung selbst werden jedoch die fünf theoretischen Fachgebiete abgefragt.
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Wie sind die Prüfungsfragen aufgebaut?
Die Prüfungsfragen werden im Multiple-Choice-Verfahren gestellt. Zu jeder Frage werden drei Antwortmöglichkeiten angezeigt. Davon ist immer genau eine Antwort richtig.
Die Fragen prüfen nicht nur einzelne Fachbegriffe, sondern auch dein Verständnis für biologische, rechtliche und praktische Zusammenhänge.
Typische Themen sind beispielsweise:
- Erkennungsmerkmale verschiedener Fischarten
- Körperbau und Lebensweise der Fische
- Lebensräume in Fließ- und Stillgewässern
- Gewässerökologie und Wasserqualität
- Fischhege, Artenschutz und Gewässerschutz
- Schonzeiten und Schonmaße
- Angelruten, Rollen, Schnüre, Haken und Köder
- Fangmethoden und Montagen
- tierschutzgerechter Umgang mit gefangenen Fischen
- Bayerisches Fischereirecht
- Natur-, Tier- und Gewässerschutzrecht
Bei vielen Fragen sehen die drei Antwortmöglichkeiten auf den ersten Blick ähnlich aus. Oft entscheidet ein einzelner Begriff darüber, welche Antwort richtig ist. Deshalb solltest du die Fragen aufmerksam lesen und nicht vorschnell antworten.
Was ist der Unterschied zwischen Textfragen und Bildfragen?
Der größte Teil des Fragenkatalogs besteht aus klassischen Textfragen. Dabei liest du eine Frage und wählst anschließend eine von drei möglichen Antworten aus.
Bei den Bildfragen musst du zusätzlich etwas anhand einer Abbildung erkennen oder zuordnen. Dabei kann es beispielsweise um folgende Inhalte gehen:
- Fischarten
- typische Körpermerkmale
- Fischkrankheiten
- Wasserpflanzen
- Angelgeräte
- Hakenformen
- Bestandteile einer Montage
Gerade bei den Fischbildern reicht es nicht, nur die Körperform zu betrachten. Häufig musst du auf Details wie Flossenstellung, Maulform, Schuppen, Färbung oder besondere Körpermerkmale achten.
Bildfragen: Fische auf einen Blick erkennen
Sind die Fragen bei jeder Fischerprüfung gleich?
Nein. Für jeden Prüfungsteilnehmer werden 60 Fragen aus dem größeren Gesamtfragenpool ausgewählt.
Dadurch können zwei Teilnehmer, die am selben Tag und im selben Prüfungsraum antreten, unterschiedliche Fragen erhalten. Die Verteilung auf die fünf Fachgebiete bleibt jedoch gleich: Aus jedem Fachgebiet werden zwölf Fragen gestellt.
Es bringt deshalb wenig, nur einige wenige Prüfungsbögen oder besonders bekannte Fragen auswendig zu lernen. Du solltest den gesamten prüfungsrelevanten Stoff verstehen und möglichst viele unterschiedliche Fragen bearbeiten.
Wie viele Fragen musst du richtig beantworten?
Die Prüfung ist bestanden, wenn du insgesamt nicht mehr als ein Viertel der 60 Fragen falsch beantwortest. Das bedeutet, dass du mindestens 45 Fragen richtig beantworten musst.
Zusätzlich gilt eine Grenze für jedes einzelne Fachgebiet: In keinem der fünf Fachgebiete darfst du mehr als die Hälfte der zwölf Fragen falsch beantworten.
Du bestehst daher nur, wenn beide Bedingungen erfüllt sind:
- höchstens 15 Fehler in der gesamten Prüfung
- höchstens 6 Fehler in jedem einzelnen Fachgebiet
Du könntest also insgesamt weniger als 15 Fehler haben und trotzdem durchfallen, wenn zu viele davon auf dasselbe Fachgebiet entfallen.
Bestehensgrenze: Wie viele Fehler sind erlaubt?
Muss man alle Prüfungsfragen auswendig lernen?
Reines Auswendiglernen ist nicht die sicherste Methode.
Viele Fragen behandeln denselben fachlichen Zusammenhang mit unterschiedlichen Formulierungen. Wer nur einzelne Antwortsätze auswendig kennt, wird schnell unsicher, sobald eine ähnliche Frage etwas anders gestellt wird.
Besser ist folgende Reihenfolge:
- Zuerst das Fachgebiet verstehen.
- Danach passende Prüfungsfragen bearbeiten.
- Falsche Antworten und Erklärungen überprüfen.
- Schwierige Themen gezielt wiederholen.
- Abschließend vollständige Prüfungsdurchläufe absolvieren.
So lernst du nicht nur, welche Antwort richtig ist, sondern auch, warum sie richtig ist.
So bereitest du dich sinnvoll auf die Prüfungsfragen vor
1. Die Grundlagen im Vorbereitungskurs erarbeiten
Der Vorbereitungskurs vermittelt dir das Fachwissen hinter den Prüfungsfragen. Er ist außerdem gesetzlich vorgeschrieben und Voraussetzung für die Zulassung zur staatlichen Fischerprüfung.
2. Jedes Fachgebiet einzeln wiederholen
Beginne nicht sofort mit vollständigen Prüfungsdurchläufen. Arbeite zunächst Fischkunde, Gewässerkunde, Fischhege, Fanggeräte und Rechtsvorschriften einzeln durch.
Dadurch erkennst du schneller, in welchem Fachgebiet noch Wissenslücken bestehen.
3. Falsche Antworten nachvollziehen
Lies nach einer falschen Antwort immer die dazugehörige Erklärung. Überlege, weshalb die richtige Lösung stimmt und warum die anderen Antwortmöglichkeiten nicht passen.
4. Schwierige Fragen markieren
Notiere dir Fragen, die du mehrfach falsch beantwortest oder bei denen du nur geraten hast. Diese Fragen solltest du später nochmals gezielt bearbeiten.
5. Den Prüfungsmodus erst zum Schluss verwenden
Wenn du die einzelnen Fachgebiete sicher beherrschst, kannst du deinen Lernstand mit vollständigen Prüfungsdurchläufen überprüfen.
Lernplan: In vier Wochen sicher zur Fischerprüfung
Alle Prüfungsfragen in gedruckter Form

Hinweis für Teilnehmer unserer Präsenzkurse
Bei unseren Präsenzkursen vor Ort in München ist das Prüfungsfragen-Buch bereits kostenlos im Kurspaket enthalten. Wenn du einen Präsenzkurs bei der AKM Angelschule gebucht hast oder buchen möchtest, musst du das Buch daher nicht zusätzlich bei Amazon bestellen. Aktuelle Präsenzkurse ansehen
Du möchtest die Prüfungsfragen lieber in einem gedruckten Buch durcharbeiten?
Unser Buch „Fischerprüfung Bayern – die offiziellen Prüfungsfragen mit Erklärungen“ ist im Wesentlichen die gedruckte Form unseres Prüfungssimulators.
Es basiert auf demselben Fragenbestand und verbindet die Prüfungsfragen mit den richtigen Lösungen und verständlichen Erklärungen. Dadurch kannst du den Stoff systematisch durcharbeiten, schwierige Fragen markieren und wichtige Stellen jederzeit nachschlagen.
Das Buch eignet sich besonders, wenn du:
- lieber mit einem gedruckten Buch als am Bildschirm lernst,
- Fragen markieren oder eigene Notizen ergänzen möchtest,
- den Fragenbestand systematisch durcharbeiten willst,
- schwierige Themen mehrfach nachlesen möchtest,
- auch unterwegs oder ohne Internet lernen möchtest.
Der Unterschied liegt vor allem in der Anwendung:
Im Buch kannst du die Fragen der Reihe nach und nach Fachgebieten bearbeiten. Der Online-Prüfungssimulator stellt dir dagegen vollständige Prüfungsdurchläufe mit zufällig ausgewählten Fragen zusammen.
Buch, Lernplattform oder Prüfungssimulation?
Die drei Angebote erfüllen unterschiedliche Aufgaben und ergänzen sich gegenseitig.
| Lernmöglichkeit | Besonders geeignet für |
|---|---|
| Vorbereitungskurs | Fachwissen verstehen und gesetzliche Kursvoraussetzung erfüllen |
| Lernplattform | Kursinhalte strukturiert wiederholen und vertiefen |
| Prüfungsfragen-Buch | Fragen systematisch in gedruckter Form durcharbeiten |
| Prüfungssimulation | Lernstand unter realistischen Prüfungsbedingungen kontrollieren |
Das Buch und der Prüfungssimulator beruhen im Wesentlichen auf demselben Fragenbestand. Die Lernplattform geht dagegen weit über das reine Bearbeiten von Prüfungsfragen hinaus und vermittelt die Inhalte nach Fachgebieten in einzelnen Lektionen.
Eine sinnvolle Vorbereitung kann daher so aussehen:
- Fachwissen im Kurs verstehen.
- Inhalte mit der Lernplattform wiederholen.
- Prüfungsfragen im Buch systematisch durcharbeiten.
- Lernstand mit der Prüfungssimulation überprüfen.
Häufig falsch beantwortete Prüfungsfragen
Einige Fragen bereiten angehenden Prüfungsteilnehmern deutlich häufiger Schwierigkeiten als andere.
Typische Ursachen sind:
- ähnlich formulierte Antwortmöglichkeiten
- Verwechslung ähnlicher Fischarten
- übersehene Signalwörter
- unsichere Rechtsbegriffe
- veraltetes Wissen zu Schonzeiten oder Vorschriften
- ungenaues Lesen der Frage
Durch die anonymisierte Auswertung unserer Prüfungssimulation können wir erkennen, welche Fragen besonders häufig falsch beantwortet werden.
Die häufigsten Fehler in der Fischerprüfung
Deinen Wissensstand überprüfen
Wenn du die Fachgebiete durchgearbeitet hast, solltest du deinen aktuellen Lernstand unter realistischen Prüfungsbedingungen kontrollieren.
Unsere kostenlose Prüfungssimulation stellt dir einen vollständigen Prüfungsdurchlauf mit 60 Fragen zusammen. Nach der Abgabe erfährst du, ob du bestanden hättest. Falsch beantwortete Fragen werden anschließend mit der richtigen Lösung und einer Erklärung angezeigt.
Die ausführliche Beschreibung des Tools und die eigentliche Simulation findest du auf der dafür vorgesehenen Seite.
Kostenlose Prüfungssimulation starten
Reichen die Prüfungsfragen allein zur Vorbereitung?
Nein. Das Bearbeiten der Prüfungsfragen ist ein wichtiger Teil der Vorbereitung, ersetzt aber weder das notwendige Fachwissen noch den gesetzlich vorgeschriebenen Vorbereitungskurs.
Du solltest nicht nur wissen, welche Antwort angeklickt werden muss. Spätestens beim späteren Angeln benötigst du die Zusammenhänge auch in der Praxis – etwa beim Bestimmen eines Fisches, bei der Auswahl des richtigen Geräts oder beim tierschutzgerechten Umgang mit dem Fang.
Die Prüfungsfragen eignen sich daher besonders zur Wiederholung und zur Kontrolle deines Lernstands.
Häufige Fragen zum Fragenkatalog
In der staatlichen Fischerprüfung werden insgesamt 60 Fragen gestellt. Aus jedem der fünf Fachgebiete stammen zwölf Fragen.
Der verbindliche Fragenpool umfasst nach Angaben der Prüfungsbehörde rund 1.000 Textfragen und ungefähr 50 Bildfragen. Die genaue Anzahl kann sich durch Aktualisierungen ändern.
Ja. Zu jeder Prüfungsfrage werden drei Antwortmöglichkeiten angezeigt. Davon ist genau eine Antwort richtig.
Nein. Die Prüfungsfragen werden für jeden Prüfungsdurchlauf nach dem Zufallsprinzip aus dem Gesamtfragenpool zusammengestellt.
Unser Prüfungssimulator basiert auf dem offiziellen Fragenbestand der staatlichen Fischerprüfung Bayern. Er stellt daraus vollständige Prüfungsdurchläufe zusammen.
Das Buch ist im Wesentlichen die gedruckte Form unseres Prüfungssimulators. Beide basieren auf demselben Fragenbestand und enthalten Lösungen und Erklärungen.
Bei unseren Präsenzkursen vor Ort in München ist das Buch bereits kostenlos im Kurspaket enthalten. Teilnehmer eines Präsenzkurses müssen es deshalb nicht zusätzlich bei Amazon kaufen.
Du darfst insgesamt höchstens 15 der 60 Fragen falsch beantworten. Zusätzlich dürfen in keinem einzelnen Fachgebiet mehr als 6 der 12 Fragen falsch beantwortet werden.
Auswendiglernen kann bei einzelnen Fragen helfen, ist aber keine sichere Lernstrategie. Viele Fragen behandeln ähnliche Inhalte mit unterschiedlichen Formulierungen. Wer die fachlichen Zusammenhänge verstanden hat, kann auch ungewohnte Fragestellungen besser beantworten.
Ja. Ein Teil des Fragenpools besteht aus Bildfragen. Dabei müssen unter anderem Fischarten oder charakteristische Merkmale erkannt werden.
Die Prüfungsbehörde stellt den aktuellen Fragenbestand über ihr Online-Angebot bereit.
Fazit: Fragen verstehen statt nur Antworten auswendig lernen
Der offizielle Fragenkatalog ist die wichtigste Grundlage für die theoretische Vorbereitung auf die Fischerprüfung Bayern. Entscheidend ist jedoch nicht, möglichst viele Antwortsätze auswendig zu lernen.
Wer die fünf Fachgebiete verstanden hat, die Prüfungsfragen systematisch bearbeitet und seine Fehler gezielt auswertet, geht deutlich sicherer in die Prüfung.
Nutze das Buch zum strukturierten Durcharbeiten des Fragenbestands und den Prüfungssimulator anschließend zur Kontrolle deines Lernstands unter realistischen Bedingungen.
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