Die häufigsten Fehler in der Fischerprüfung

Bei rund 1.000 Kursteilnehmern pro Jahr stellen wir immer wieder fest, dass bestimmte Prüfungsfragen besonders häufig falsch beantwortet werden. Damit dir diese typischen Fehler nicht ebenfalls passieren, findest du hier eine aktuelle Übersicht der Fragen aus dem offiziellen Fragenkatalog zur Fischerprüfung in Bayern, bei denen Prüfungsteilnehmer die größten Schwierigkeiten haben.

2 Gewässerkunde

Frage 2.032 Welche Pflanzen tragen bei Tageslicht wesentlich zur Erhöhung des Sauerstoffgehalts im Wasser bei?
Überwasserpflanzen
Unterwasserpflanzen
Schwimmblattpflanzen
Frage 2.104 Wodurch wird der Biber besonders problematisch?
Durch den Bau von Nestern im Uferbereich verhindert er die Entwicklung einer Artenvielfalt.
Er ist ein bedeutender Nahrungskonkurrent für Fische.
Durch den Bau von Dämmen trägt er zur Veränderung der Gewässerstruktur bei, so dass wirtschaftliche und sicherheitsrelevante Schäden entstehen können.
Frage 2.126 Unterwasserpflanzen sind in ausgewogener Dichte aus fischökologischer Sicht wünschenswert, weil sie
Sauerstoff für das Gewässer produzieren.
Den Schwarzanglern das Fischen erschweren.
Eine Beschattung des Gewässers bewirken.
Frage 2.028 Wodurch kann in einem nährstoffreichen See eine für Fische gefährliche Sauerstoffzehrung auftreten?
Durch starke Algenentwicklung und anschließendes Absterben der Algen
Durch Absinken des pH-Wertes unter 5
Durch rasch ansteigenden Luftdruck
Frage 2.056 Welche Fischarten leben hauptsächlich in der Brachsenregion?
Mühlkoppe und Elritze
Barbe und Nase
Rotauge und Schleie

3 Schutz und Pflege der Fischgewässer, Fischhege

Frage 3.121 Welchen Nutzen hat ein uferbegleitender Gehölzsaum?
Er erhöht die Ertragsfähigkeit des angrenzenden Ackerlandes
Er dient unter anderem dem Rückhalt von Einschwemmungen aus dem Umland (Uferschutzstreifen) und der Beschattung des Gewässers
Er hat keinen Nutzen
Frage 3.112 Was sollte bei regelmäßig durchgeführten Entlandungen kleiner Gräben (Grabenräumung) aus fischbiologischer Sicht berücksichtigt werden?
Sie sollten nicht geräumt, sondern generell verrohrt werden
Sie sollten schnellstmöglich in ihrer gesamten Länge entlandet werden, da nur so eine hohe Effizienz erzielt wird
Sie sollten nicht in ihrer gesamten Länge auf einmal entlandet werden, da im Gewässer verbleibende Inseln eine Wiederbesiedlung mit Kleintieren und Kleinfischarten erleichtert

4 Fanggeräte, fischereiliche Praxis, Behandlung gefangener Fische

Frage 4.180 Welcher Grundsatz ist beim Umgang mit Fischen zu beachten?
Der gefangene Fisch muss sofort am Wasser küchenfertig zubereitet werden
Der Fisch ist nach dem Fang unverzüglich zu verzehren
Der Fisch ist so zu behandeln, dass er weder Schmutz, Krankheitserregern oder Schädlingen ausgesetzt ist

5 Rechtsvorschriften

Frage 5.178 Dürfen Seerosen in Altwässern gepflückt, ausgerissen, ausgegraben oder beschädigt werden?
Es darf nur eine Handvoll gepflückt werden
Nein, da sie vollkommen geschützt sind
Ja, ohne Einschränkung
Frage 5.135 Welche Fischfangmethode ist nach der Verordnung zur Ausführung des Bayerischen Fischereigesetzes (AVBayFiG) verboten?
Fang mit Wurm und Maden
Fang mit lebenden Köderfischen
Fang mit Reusen

Fischkunde: die spezielle Artenkunde

Die allgemeine Fischkunde – Körperbau, Sinnesorgane, Fortpflanzung – bereitet den meisten wenig Probleme. Schwieriger wird es bei der speziellen Fischkunde, wenn es darum geht, einzelne Arten sicher zu unterscheiden. Ähnlich aussehende Fische werden hier häufig verwechselt, gerade wenn man sie nur aus dem Bild und nicht vom lebenden Tier kennt.

Schonzeiten

Auch die Schonzeiten der einzelnen Fischarten gehören zu den Themen, bei denen viele Teilnehmer ins Straucheln geraten – vermutlich, weil es sich um reine Merkfakten handelt, die sich nicht aus dem Zusammenhang erschließen lassen, sondern schlicht gelernt werden müssen. → Schonzeiten und Mindestmaße in Bayern – die Tabelle

Rechtskunde

Etwas seltener, aber ebenfalls wiederkehrend: Fehler im Bereich der Rechtsvorschriften. Hier liegt es aus unserer Erfahrung weniger daran, dass der Stoff besonders schwer wäre, sondern häufiger daran, dass Fragen unter Zeitdruck nicht sorgfältig genug gelesen werden.

Der eigentlich häufigste Fehler: zu schnell lesen

Das ist die wichtigste Erkenntnis aus unserer Kurserfahrung, quer über alle Fachgebiete hinweg: Die meisten Fehler entstehen nicht durch fehlendes Wissen, sondern dadurch, dass die Frage nicht richtig gelesen wird. Gerade bei Fragen, die eine Verneinung enthalten oder nach der „nicht zutreffenden” Antwort fragen, passiert das schnell. Wer inhaltlich gut vorbereitet ist, aber unter Zeitdruck überfliegt statt zu lesen, verschenkt hier unnötig Punkte.

Wie du diese Fehlerquellen vermeidest

  • Nimm dir für jede Frage bewusst einen Moment Zeit, bevor du antwortest – die 60 Minuten für 60 Fragen sind in aller Regel ausreichend, du musst nicht hetzen.
  • Übe die spezielle Artenkunde und die Schonzeiten gezielt mit Bildmaterial statt nur mit reinem Text.
  • Nutze unsere kostenlose Prüfungssimulation, um dich an das genaue Lesen unter Prüfungsbedingungen zu gewöhnen – dort bekommst du zu jeder falsch beantworteten Frage sofort die richtige Lösung mit Erklärung. → Kostenlos üben: Prüfungssimulation für die Fischerprüfung Bayern

Häufige Fragen zu typischen Prüfungsfehlern

Nein, aus unserer Erfahrung scheitern die meisten nicht an mangelndem Verständnis, sondern an Merkfakten wie Artbestimmung und Schonzeiten sowie am zu schnellen Lesen der Fragen.

Am besten mit viel Bildmaterial statt reiner Textbeschreibung – das trainiert dein Auge für die entscheidenden Unterscheidungsmerkmale.

Bewusstes, langsames Lesen jeder Frage bis zum Ende, bevor du antwortest – und ausreichend Übung unter realistischen Zeitbedingungen, damit sich Ruhe einstellt statt Hektik.